Die Wegemarkierung ist das Ziel
(Artikel vom 29.03.2025 / Regensburg)
Rosemarie Stoffregen hat ein ungewöhnliches Ehrenamt übernommen
Regensburg. (ce/gib) Rosemarie Stoffregen war nach ihrer Pensionierung auf der Suche nach einem sinnvollen Ehrenamt. Nun markiert sie für den Regensburger Waldverein mit Begeisterung Wanderwege rund um Regensburg. "Das ist das ideale Ehrenamt", fand die frühere Lehrerin nach den ersten Einsätzen. "Ich kann mir die Zeit frei einteilen." Sie lerne Leute kennen und vor allem auch ganz neue Wander- und Spazierwege. Rosemarie Stoffregen wanderte schon immer gerne und kann nun ihre Leidenschaft mit dem Einsatz kombinieren. Es sei durchaus zeitaufwendig, auch kleine Strecken benötigten viel Arbeit. „Auf dem Hinweg bringt man die weiße Farbe an, die dann trocknet“, beschreibt sie die Tätigkeit. Auf dem Rückweg folgt die rote Farbe. 420 Mitglieder hat der Regensburger Waldverein, rund 40 davon kümmern sich um die Streckenmarkierungen. Sie arbeiten nach genauen Vorgaben und erhalten exakte Pläne und Karten für ihre Touren. Etwa 1700 Kilometer Wanderwege in und um Regensburg werden jährlich überprüft. "Jeder sieht die Wegemarkierungen als Selbstverständlichkeit an", sagt Rosemarie Stoffregen. "Nun sehe ich das mit ganz anderen Augen."
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Immer dem Pfeil nach
(Artikel vom 29.03.2025 / Regensburg)
Rosemarie Stoffregen war nach ihrer Pensionierung auf der Suche nach einem sinnvollen Ehrenamt. Nun markiert sie mit Begeisterung Wanderwege rund um Regensburg
VON CLAUDIA ERDENREICH
Etwa 1700 Kilometer Wanderwege in und um Regensburg werden jährlich überprüft. Markierungen weisen stets korrekt den Weg. Über 40 Mitglieder des Waldvereins kümmern sich um die Strecken. Rosemarie Stoffregen kam neu zum Verein und übernahm mit Begeisterung Wegemarkierungen. Jetzt ist sie mit einem Kollegen und mit Farbe und Pinsel auf festgelegten Routen im Einsatz. "Ich war auf der Suche nach einem sinnvollen und passenden Ehrenamt", schildert die frühere Lehrerin. Stoffregen ist seit zwei Jahren in Pension und wollte im neuen Lebensabschnitt nicht mehr unterrichten. Sie ist gut ausgelastet mit Haus, Garten und Gästeführungen, suchte aber noch nach einer für sie geeigneten Ergänzung. "Ich durchforstete die Seiten der Freiwilligenagentur", sagt sie. Nach vielen Vorschlägen für Nachhilfe und Unterricht fand sie das Angebot als Wegemarkiererin und nahm neugierig Kontakt auf mit dem Waldverein Regensburg.
Viele beliebte Wege sind weit über 100 Jahre alt
Der Verein zählt zu den ältesten in Regensburg, er wurde bereits 1902 gegründet. "Wir sind die Nummer elf im Vereinsregister", sagt Vorstand Josef Schießl stolz. Der Regensburger Waldverein gehört zum Bayerischen Waldverein, hier ist Regensburg eine der größten Sektionen. Neben Wandern und Sport zählen Wege- und Naturschutz sowie Kultur und Brauchtum zu den Hauptzielen. "Zahlreiche heute beliebte Wege wurden schon zur Zeit der Vereinsgründung angelegt", berichtet Vorstandskollege Karl-Heinz Albert. Sie bestünden unverändert bis heute und seien beliebt bei Regensburgern. Viele Wanderwege beginnen direkt in Regensburg und sind damit bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Manche sind mit nur drei Kilometern Länge eher Spazierrunden in der Natur, andere erfordern auf Ganztagesetappen eine gute Kondition. „Die Wege reichen bis nach Kelheim und Weltenburg“, sagt Vorstand Albert. Die Strecken werden alle jährlich kontrolliert und spätestens nach drei Jahren wieder frisch markiert. Der Regensburger Waldverein bietet gemeinsame Wanderungen an, sogar kleine Runden mit Gymnastik sind dabei. Hinzu kommen Treffen, Nordic-Walking-Runden und Ausflüge. "Das ist das ideale Ehrenamt", fand Stoffregen nach den ersten Einsätzen. "Ich kann mir die Zeit frei einteilen." Sie lerne neue Leute kennen und vor allem auch ganz neue Wander- und Spazierwege. Stoffregen wanderte schon immer gerne und kann nun ihre Leidenschaft mit dem Einsatz kombinieren.
Weiße Farbe auf Hinweg, rote auf dem Rückweg
Es sei durchaus zeitaufwendig, auch kleine Strecken benötigten viel Arbeit. „Auf dem Hinweg bringt man die weiße Farbe an, die dann trocknet“, beschreibt sie die Tätigkeit. Auf dem Rückweg folgt die rote Farbe. Wegemarkierer sind versichert und gehen aus Sicherheitsgründen stets zu zweit. 420 Mitglieder hat der Regensburger Waldverein, rund 40 davon kümmern sich um die Streckenmarkierungen. Sie arbeiten nach genauen Vorgaben und erhalten exakte Pläne und Karten für ihre Touren. „Wir sind sozusagen Landstreicher“, sagen die Vorstände lachend. „Jeder sieht die Wegemarkierungen als Selbstverständlichkeit an“, veranschaulicht Stoffregen. „Nun sehe ich das mit ganz anderen Augen.“ Als besondere Spezialität weist die Spitze des roten Dreiecks bei den Markierungen immer nach Regensburg.
Hier der Originalartikel zum Download.